Glaubwürdigkeit

Ein glaubwürdiger Nachhaltigkeitsbericht ist transparent sowie wirkungs- und stakeholderorientiert hinsichtlich der identifizierten, wesentlichen Themen. Um die Bewertung pro Sachverhalt festzulegen, beschränkte sich die Glaubwürdigkeitsanalyse auf Unternehmen, die eine Wesentlichkeitsanalyse (69 Berichte) oder klar definierte Schwerpunktthemen (30 Berichte) aufzeigten. Dies führte zu insgesamt 99 von 123 Berichten, die in den drei Glaubwürdigkeitskriterien analysiert wurden. Lesen Sie mehr über die Methodik.

Branchenranking

Im Durchschnitt liegen alle Sektoren bei rund 36%, wobei der Nahrungsmittel- und Getränkesektor wie bereits in 2017 mit 54% den höchsten Wert aufweist und als einziger Sektor über der 50%-Schwelle liegt. Der Informatik/Medizinal- & Elektrotechnik-Sektor erzielte mit einem durchschnittlichen Ergebnis von 27% den niedrigsten Sektordurchschnitt.

%

Durchschnittlicher Branchengesamtwert

  • Nahrungsmittel- und Getränkeherstellung (2017: 54%) 54%
  • Detail- und Grosshandel (2017: 40%) 46%
  • Chemie und Pharmazie (2017: 35%) 42%
  • Baugewerbe und -zulieferer (2017: 47%) 40%
  • Maschinenindustrie (2017: 44%) 37%
  • Immobilien (2017: 35%) 34%
  • Verarbeitendes und herstellendes Gewerbe (2017: 29%) 34%
  • Sonstige Dienstleistungen (2017: 45%) 34%
  • Versicherungsdienstleistungen (2017: 31%) 33%
  • Energieversorgung und -verteilung (2017: 26%) 30%
  • Finanzdienstleistungen (2017: 31%) 30%
  • Gastronomie und Hotellerie (2017: 36%) 30%
  • Mobilität, Transport und Logistik (2017: 28%) 29%
  • Informatik/Medizinal- & Elektrotechnik (2017: 44%) 27%
Transparenz
U

Berichterstattung über Erreichtes wie auch Nichterreichtes (z.B. Unfälle oder nicht erreichte Ziele) sowie über Herausfor-derungen oder Risiken im Bereich der wesentlichen Themen. Negative oder kritische Fällen sollten erwähnt und sofern möglich über deren Ursachen sowie Abhilfemassnahmen berichtet werden.

Wirkungsorientatierung

Festlegung von kurzfristigen wie auch längerfristigen, messbaren Zielen für alle wesentlichen Themen (SMART). Idealerweise sollten auch Ziele festgelegt werden, die ‘impact-driven’ sind.

Stakeholderorientatierung

Offenlegung von positiven wie auch kritischen Stakeholder Rückmeldungen (z.B. Ergebnisse von Stakeholder-Dialogen oder Zitate von externen Stakeholder) zu den wesentlichen Themen und wie das Unternehmen darauf eingegangen ist.

Transparenz

U

Eine transparente Offenlegung von Nachhaltigkeitsprioritäten umfasst nicht nur die positive Berichterstattung, sondern auch negative oder kritische Ereignisse wie Unfälle, Herausforderungen oder nicht erreichte Ziele. In diesen Fällen sollte der Bericht auch eine Antwort des Unternehmens enthalten, in der erläutert wird, welche Vorkehrungen/Massnahmen getroffen wurden um die Probleme zu lösen.

Basierend auf dem Kriterienkatalog berichten nur 7% der Unternehmen berichten ausgewogen transparent über ihre wesentlichen Themen (in 2017: 4%). Die meisten Unternehmen berichten eher positiv oder neutral.

Glencore

Auflistung von kritischen Fällen, inkl. Antwort der Firma

Trafigura

Übersicht und Erklärung von Risiken entlang der Wertschöpfungskette

Wirkungsorientierung

Eine wirkungsorientierte Offenlegung von Nachhaltigkeitsprioritäten beinhaltet die Verpflichtung zu kurz-, mittel- und langfristigen Zielen, die SMART (Specific, Measurable, Achievable, Realistic, Time-bound) für alle wesentlichen Themen sind. Idealerweise sollten die Ziele auch wirkungsorientiert sein.

Knapp jedes vierte Unternehmen setzt für den Grossteil der wesentlichen Themen SMARTe Ziele (in 2017: 49%). Über ein Drittel setzt zumeist qualitative Ziele (in 2017: 21%) und 42% setzen zumeist keine Ziele (in 2017: 31%) für den Grossteil der wesentlichen Themen.

ABB

Übersicht von SMARTen Zielen sowie Status der Zielerfüllung

Stakeholderorientierung

Eine Stakeholder-orientierte Offenlegung von Nachhaltigkeitsprioritäten beinhaltet die Berichterstattung von positivem und kritischem Stakeholder-Feedback (z.B. Ergebnisse von Stakeholderdialogen oder Zitaten externer Stakeholder) zu wesentlichen Themen. Im Idealfall enthält der Bericht auch die Antwort des Unternehmens.

16% der Firmen legen konkretes Feedback der Stakeholder zu ihren wesentlichen Themen offen (in 2017: 18%). Davon geht 1% über «business-as-usual» Einbezugsaktivitäten hinaus (in 2017: 2%). Die Mehrheit sammelt Feedback von Stakeholdern, gibt aber keine weiteren Informationen über das spezifische Feedback pro Sachverhalt preis.

Geberit

Offenlegung des Stakeholder Panel Statements sowie die Antwort der Firma