Relevanz

Methodologie zur Analyse der Relevanz von Nachhaltigkeitsprioritäten

Die Relevanz-Analyse prüft, ob das Berichtsmaterial Informationen zu Themen enthält, die als relevant identifiziert wurden. Die Identifikation relevanter Nachhaltigkeitsthemen wurde wie im Vorjahr mit Hilfe der RepRisk ESG Risk Platform sowie der Materiality Map™ des Sustainability Accounting Standards Board (SASB) entwickelt. Um ein noch umfassenderes Bild zu erhalten, wurde auch untersucht, ob Unternehmen zu den grössten Herausforderungen in der Schweiz oder in anderen Ländern, in denen sie tätig sind, beitragen. Dieser Teil der Analyse basiert auf dem GAPFRAME (www.gapframe.org) der Business School Lausanne. In 2019 wurden zudem die Ergebnisse des Umweltatlas Lieferketten Schweiz zur Identifierzierung der relevanten Umwelt-Hotspots in der Lieferkette von acht Sektoren in die Methodologie der Relevanz-Analyse integriert. Darauf basierend, prüft diese Analyse relevante Themen auf der Unternehmens-, Branchen- und Landesebene.

Unternehmensfälle

 

Kritische Presseartikel über das Unter-nehmen zu Umwelt-, Sozial- und Governance-Themen (ESG), die über die RepRisk ESG Risk Platform identifiziert wurden.

Industriethemen

 

Wesentliche Nachhaltigkeitsthemen für die Industrie, die über die SASB Materiality Map™die RepRisk ESG Risk Platform sowie den Umweltatlas Lieferketten Schweiz identifiziert wurden.

Landesthemen

 

Relevante Themen für die Schweiz, identifiziert über das GAPFRAME, das die Ziele der nachhaltigen Entwicklung in 24 Themenbereiche übersetzt, die für alle Nationen und Unternehmen relevant sind.

Die Analyse berücksichtigt die Inside-Out- und Outside-In-Perspektive pro Ebene.

NEU in 2019-Auflage: Analyse der Umwelt-Hotspots in der Lieferkette

In Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Umwelt (BAFU) freuen wir uns in der diesjährigen Benchmark-Analyse, die Ergebnisse der Studie Umweltatlas Lieferketten Schweiz (2019) in die Methodik der “Relevanzanalyse” einzubinden. In der Studie werden die Umwelt-Hotspots in der Lieferkette von acht relevanten Schweizer Branchen aufzeigt. Diese sind:

  • Fleischverarbeitung
  • Chemieindustrie
  • Maschinenbau
  • Immobilien- und Bauwesen
  • Gesundheits- und Sozialwesen
  • Lebensmittelhandel
  • Handel mit Bekleidung, Textilien & Schuhen
  • Handel mit Haushaltsgeräten

Die Ergebnisse zeigen die Umweltbelastungen der Branchen mit der zugehörigen Lieferkette, d. h. von der Gewinnung der benötigten Rohstoffe über die Verarbeitung auf vorgelagerten Wertschöpfungsstufen bis zu den direkten Lieferanten. Die Berechnungen erfolgten mithilfe eines um Umweltdaten erweiterten ökonomischen Input-Output-Modells. Für jede analysierte Branche gibt der Umweltatlas zudem Anhaltspunkte, wo ein umweltverträgliches Level, welches mit den Belastbarkeitsgrenzen des Planeten vereinbar ist, ungefähr liegen würde. Weiter stellt der Umweltatlas mögliche Massnahmen zur Gestaltung und Optimierung einer nachhaltigen Lieferkette vor.

Im Rahmen der Focused Reporting Benchmark-Analyse wird als nächsten Schritt ananylsiert, ob und inwieweit Schweizer Unternehmen tatsächlich über die relevantesten Umwelt-Hotspots berichten und dementsprechend Ziele setzen. Um mehr über die Studie zu erfahren, klicken Sie hier.